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Was sind Bonsai?

Was heißt, oder bedeutet "Bonsai" eigentlich?

Bonsai ist der Wortlaut zweier japanischer Schriftzeichen. “Bon“ heißt übersetzt Topf. “Sai“ könnte man mit „Pflanze“ gleichsetzen. Das würde also bedeuten, daß jede Pflanze, die in einen Topf gepflanzt ist, als Bonsai bezeichnet werden kann.
Die wörtliche Übersetzung hilft uns also bei der Begriffsklärung nicht weiter.

Schaut man sich in deutschen Gartenmärkten um, sind hier und da Pflanzenetiketten mit dem Begriff „Naturbonsai“ zu finden. Meist handelt es sich hier um Zwerggehölze, die von Natur aus klein bleiben (z.B.Pinus mugo 'Mini Mops' ). Sind das etwa Bonsai...? Eigentlich müssen Bonsai doch regelmäßig verschnitten werden...

Ehrlich gesagt, eine unumstritten anerkannte Definition des Begriffs „Bonsai“ existiert bisher überhaupt nicht, auch wenn es immer wieder Leute gibt (z.B. versch. Buchautoren), die meinen, es ganz genau zu wissen. Die Grenzen zwischen Bonsai und Nichtbonsai sind fließend. Selbst Fachleute können sich hier wundervoll streiten. Über grundlegende Fragen sind sie sich aber einig.

Um einer Definition möglichst nahe zu kommen, sollte man sich die Stellung von Bonsai in der Chinesichen und Japanischen Kultur anschauen. Diese beiden Länder kann man nämlich als die Ursprungsländer der Bonsaikunst, wie wir sie heute in der westlichen Welt kennen, bezeichnen.

In diesen fernöstlichen Regionen bildet die Bonsaikunst neben der Musik, der Dichtung, der Malerei ...usw., eine eigenständige Kunstrichtung.

a) Bonsai sind Lebende Kunstwerke.

b) Bonsai sind Einzelstücke.

Denn dort, wo gleichförmige Massenware hergestellt wird, hört Kunst auf und wird zu Kitsch (z.B.Massenproduktion von „Bonsai“, bei der die einzelne Pflanze keine Rolle mehr spielt). Nur dort, wo ein Mensch sich die Zeit nimmt, seine eigene Kreativität auszuleben, kann ein Kunstwerk entstehen.

Ein Ziel der Bonsaigestaltung liegt darin, die Natur im verkleinerten Maßstab und in idealisierter Form, nachzugestalten.

Bonsai sind verkleinerte Abbilder natürlich gewachsener Bäume und Sträucher. Gehölze, die unnatürliche, unlogische Wuchsformen aufweisen, haben nicht das Recht als Bonsai bezeichnet zu werden! Hier liegt auch der wesentliche Unterschied zu den massenhaft angebotenen Formgehölzen, die zwar zum Großteil auch Kunstwerke sind, aber keine Abbilder natürlicher Baumformen darstellen.

Schauen wir uns nun frei gewachsene Bäume in der Natur an, fällt auf, dass sie abhängig von ihrem Standort, unterschiedliche Formen haben.
Bäume im Wald recken sich schnurgerade in die Höhe, während Gehölze im Hochgebirge niedrig bleiben und eher seitwärts wachsen usw... .
Der Betrachter muß, abhängig von der Form des Gehölzes, den scharfen Sturm im Gebirge, die singenden Vögel des Waldes oder das Rauschen des Meeres an der Küste spüren können...

Daß der Baum von Menschen gestaltet wurde, sollte aus der Ferne nicht zu erkennen sein.

Je nachdem, welche Baumform nachgebildet wird, redet man von einem bestimmten Bonsaistil.

Merkmale, die Bonsai von einfachen Formgehölzen unterscheiden:
1.) - Astpolster und -ansätze sind horizontal und vertikal versetzt amBaum angeordnet
2.) - die untersten Äste entspringen möglichst an der Außenseite einer Stammkrümmung
3.) - Formwiederholungen innerhalb der Gestaltung sind zu vermeiden
4.) - Krone kann oft in Dreiecke untergliedert werden

Prinzipiell kann man Bonsai in 3 verschiedene Gruppen einteilen:

Freilandbonsai
hier im Shop in großer Auswahl erhältlich
- stehen ganzjährig im Freien, brauchen aber einfachen Winterschutz

Halbzimmerbonsai
(nicht im Angebot )
- stehen im Freien, dürfen aber nicht bei unter -5°C oder +10°C überwintern

Zimmerbonsai
(nicht im Angebot )
- ganzjähriger Standort um 20 °C in Wohnung oder Gewächshaus,
  z.B. Ficus - Arten